Musikkabarett mit Konstantin Schmidt

Am Samstag, 15.11.2025 fand unser Musikkabarettabend mit dem Titel „Glühwein zum Frühstück – In 24 Schlückchen zur Besinnlichkeit“ in der Mehrzweckhalle statt.

Konstantin Schmidt kündigte mit seinem Programm „Glühwein zum Frühstück“ ein unvergessliches Erlebnis für alle an, die in der nahenden Advents- und stressigen Weihnachtszeit nach Unterhaltung und Entspannung suchen und eine schöne Weihnachtszeit erleben möchten. Ziel ist es ja schließlich den 24. Dezember gut zu überstehen, auch wenn das nicht immer konfliktfrei zu bewältigen ist.

Der aus dem badischen Gaggenau angereiste Konstantin Schmidt hat sich gleich zu Beginn an das E-Piano gesetzt und das Lied, das seinem Programm den Namen gibt, vorgetragen: „Ich trinke erst mal einen Glühwein, denn dafür kann es nie zu früh sein, Glühwein, du rettest den Tag“.

Er sei nicht nur Kabarettist, sondern auch Diplomingenieur, erklärte Schmidt. Daher habe er Weihnachten untersucht und in 24 Teile zerlegt, um es besser zu verstehen. Er kündigte 24 Überraschungen „für alle fünf Sinne“ an. Wie bei einem Adventskalender öffnete er daraufhin 24 unterhaltsame Türchen.

Mit Klavier und Humor machte er sich und anderen einen Reim auf die Welt und die Weihnachtszeit. Darunter befand sich ein Gedicht, das sich mit dem Lied „Last Christmas“ befasste, das „gekommen war, um zu bleiben“. Schmidt meinte: „Nur weil zwei von Christmas johlen, muss man es nicht dauernd wiederholen. Man wünscht sich in letzter Konsequenz, um es zu vergessen: Demenz.“

Bei den nächsten Türchen philosophierte der Kabarettist über den Händedruck und selbst gemachte Adventskalender – mit dem Ratschlag, dass Frauen ihren Männern einen Kasten Bier mit 24 Flaschen schenken könnten. „Den Kasten braucht er dann nur an die Wand zu nageln.“

Nachdem er Spekulatius unter den Zuschauern verteilt hatte, erzählte der Kabarettist humorvoll von seinem „Back-Wahn“ bis zum Juli. Es folgte ein witziges Lied, in dem er sich in die Rolle eines Verkäufers von Schafwoll-Produkten auf dem Weihnachtsmarkt versetzte. Beim sechsten Türchen las der Kabarettist als Nikolaus verkleidet den Bundespolitikern die Leviten, ehe er mit einer Blumensprühflasche Zimtgeruch im Zuschauerraum verteilte.

Sehr lustig fielen auch die wörtlichen deutschen Übersetzungen der amerikanischen Weihnachtslieder „Jingle bells“, „Let it snow“ und „Santa Claus is coming to town“ aus. Auch Schmidts Version von Helene Fischers „Atemlos“ mit Weihnachtstext sorgte für Lacher.

Danach ging der Kabarettist auf humorvolle Weise auf die Arbeit der Paketdienste, die Geschichte der Blockflöte und das viele Sitzen an Weihnachten ein.

Natürlich durfte an diesem Abend auch ein Lied seines Vorbilds Georg Kreisler nicht fehlen: „Weihnachten ist eine schöne Zeit“.

Bei einer nachgespielten Rede eines Behörden-Chefs stellte Konstantin Schmidt sein ausgezeichnetes mimisches und schauspielerisches Talent unter Beweis.

Zum Thema Geschenke hatte Schmidt seine ganz eigene Idee: Dinge aus dem Haushalt verschwinden lassen und an Weihnachten einpacken. „Der Schwiegervater freut sich dann an Weihnachten über die Fernseh-Fernbedienung und die Enkelin über ihre Handy-Sim-Karte. Schenken Sie ihren Liebsten, was ihnen schon gehört. Das erspart denen den Stress, das Geschenk umtauschen zu müssen.“

Ein letzter Ratschlag des Kabarettisten: „Wenn Weihnachten nicht so schön wird, wie Sie es sich wünschen, dann denken Sie einfach daran, dass in zwölf Monaten ja schon wieder Weihnachten ist.“

Es war ein sehr kurzweiliger Abend mit vielen humorvollen Tipps rund um die Weihnachtszeit. Und natürlich durfte Konstantin Schmidt die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen.